Chicken Nuggets und Currywurst – ist das die Mittagsmahlzeit, die wir uns für unsere Kinder wünschen? Mit Sicherheit nicht. Und doch ist dies das Angebot, das selbst kleine Kinder landauf, landab auf ihre Tellern finden.
Der Alltag vieler Kinder ist durch unregelmäßige Mahlzeiten und unausgewogenes Essen gekennzeichnet. Umso wichtiger, dass die gemeinsam in der Kita oder in der Schule eingenommene Mahlzeit gesund und ausgewogen ist. Doch die Verpflegung von Kindern in Kindertagesstätten und Schulen lässt zu wünschen übrig – das kritisieren Ernährungsexperten seit Jahren. Wenig ist seit dem passiert.
Der dramatische Anstieg schwerer ernährungsbedingter Krankheiten wie Diabetes und Fettleibigkeit – insbesondere bei Kindern aus einkommensschwachen Familien – überrascht daher nicht. Rund zwei Millionen Kinder und fast jeder zweite Erwachsene bringen zu viele Kilos auf die Waage. Viele leiden deshalb unter Folgeerkrankungen wie z.B. Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen. Die Zusammenhänge zwischen Armut und schlechter Ernährung werden in der Ernährungspolitik von schwarz-rot nicht ausreichend bearbeitet.
Wertvolle Zeit zum Handeln wurde vergeudet. Beispielsweise stehen europaweit rund 150 Millionen Euro pro Jahr für Schulmilch und Schulobst bereit, darüber hinaus weitere 500 Millionen Euro für die Bezuschussung des Essens für Kinder im Fürsorgebezug. Doch bislang nutzen viele Bundesländer die von EU und Bund angebotenen Zuschüsse nicht.
Grüne haben gezeigt, wie mehr Qualität auf den Teller kommt. Gifte im Essen lehnen wir ab. Gentechnik auf dem Teller auch. Grüne Ernährungspolitik zielt auf schadstoffarme und sichere Lebensmittel, aber auch auf Maßnahmen, die das Problem Übergewicht angehen.
- Ich will gesundes und kostengünstiges Mittagessen für alle ohne Gift und Gentechnik an den Schulen und in den Kitas.
- Ich möchte ein gezieltes Aktionsprogramm für gesunde Kinderernährung von Bund und Ländern.
- Ich fordere eine Lebensmittelkennzeichnung in den Ampelfarben grün-gelb-rot, die den Gehalt an Fett, Zucker und Salz auf einen Blick sichtbar macht.
Wesentlich ist zudem, alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu
erreichen, deshalb müssen Fragen der Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung deutlicher in den Schulalltag integriert werden. Warum nicht einen Kochkurs in der Schule durchführen? Gesundheit muss kontinuierlich im Lebensalltag gefördert und nicht als etwas „zusätzliches“ betrachtet werden.
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